KLOSTERFELDE

Klosterfelde ist der Ortsteil mit den größten innerörtlichen Flächenreserven in unserer Gemeinde. Dieser Umstand, vor dem Hintergrund der knapper werdenden Flächen in den OT Wandlitz und Basdorf, wird zu besonders intensiven Abwägungen hinsichtlich der Bautätigkeit führen.

Das etablierte System der Mietergärten wird spätestens seit der notwendigen Erweiterung der Schulkapazitäten in Frage gestellt. Hier gilt es, eine ausgewogene, die Bedürfnisse der Mieter berücksichtigende Planung abzustimmen. Dass Klosterfelde sich auch in seinem Kern wandeln wird, ist am Horizont absehbar, sollte aber insbesondere nach der wechselvollen Geschichte, die nach der Wende von zahlreichen Betriebsschließungen geprägt war, zu Hoffnung anregen. In einem breiten Diskussionsprozess wird die Frage nach der Intensität der baulichen Verdichtung geklärt werden müssen und welche Umstrukturierungen dazu nötig sind.

Das Gelände der ehemaligen Firma Innova steht bereits seit mehreren Jahren leer und soll zukünftig für eine Wohnbebauung genutzt werden. Inwieweit sich hier der Wunsch nach Wohnraum mit der Notwendigkeit, auch für die Zukunft Flächen für Gewerbe vorzuhalten, überlagern lässt wird die kommende Diskussion zeigen. Wenn unsere Gemeinde nicht nur Schlafort für die Großstadt sein soll, werden auch solche in Ortsrandlage gelegenen Flächen für gewerbliche Nutzungen benötigt. Spätestens der 30 Minuten Takt nach Berlin wird die Attraktivität für Pendler und Gewerbetreibende steigern und gleichermaßen die Begehrlichkeiten nach spezialisierten Flächen antreiben.

Mit der SG Union Klosterfelde, den Klosterfelder Chören, den Kloster-Trikern und vielen anderen ehrenamtlich tätigen Gruppen verfügt der Ortsteil über ein attraktives Vereinsleben. Dies liegt uns am Herzen und wird von uns weiter unterstützt und gefördert.

Der Neubau der KITA durch den IB wird die Situation in der Bestandeinrichtung entspannen. Allerdings besteht im Bestandsgebäude umfassender Sanierungsbedarf, an den auch im Zusammenhang mit dem Hort der angrenzenden Grundschule gedacht werden muss. Hier eine intelligente Lösung zu finden, die die kurzfristigen Raumprobleme von Schule und Hort, aber auch die mögliche Inanspruchnahme von Pachtgärten und Mieterflächen abwägt, wird bei uns eine hohe Priorität haben.