5. NATURSCHUTZ UND FREIRÄUME

Wandlitz ist Naturparkgemeinde und weitere Entwicklungen wie zum Biosphärenreservat*) sind in der Diskussion! Vor diesem Hintergrund ist der Einstufung unserer Gemeinde als Entwicklungsachse in besonderer Weise Rechnung zu tragen.

Die Themen Erhalt des Siedlungsgrüns, Schutz der Artenvielfalt, Steigerung der Energieeffizienz und Förderung der regenerativen Energieerzeugung werden uns im Spannungsfeld zwischen Entwicklungsachse, Ortsbild und Klimawandel vor vielfältige Aufgaben stellen.

Hier die Balance zu finden, bedarf es eines intensiven Diskussionsprozesses und kompetenter Abwägung – für uns steht fest, dass wir unberührte Natur nur zwischen den Siedlungsachsen erhalten können. Wir unterstützen also eine moderate Siedlungsverdichtung entlang der L100 insbesondere im Bereich der Bahnhöfe, um genügend Naturräume zu erhalten.

Die Baumschutzsatzung wurde erst vor kurzem aktualisiert und verschärft, trotzdem finden wir das Ergebnis nicht befriedigend und wünschen uns mehr respektvollen Umgang mit der Natur, gerade mit den Bäumen beim Haus- und Straßenbau. Auch unsere Grünstreifen und Uferzonen sind schützenswert.

Wir appellieren an das „grüne Gewissen“ und klären auf, z.B. durch Artikel in „Wandlitz auf den Punkt gebracht“, wie wir unser tägliches Handeln zum Schutz der Natur verändern können fast ohne Einbuße an Komfort.

Wir unterstützen moderne, neue Konzepte von öffentlichen und privaten Trägern wie Barnimer Kreiswerke oder der Bürgerenergiegenossenschaft Barnimer Energiewandel e.G., die Energieversorgung und Umweltschutz mit lokaler Wertschöpfung vereinen und uns alle einbeziehen in die aktive Gestaltung unserer Zukunft. Auch eine konsequente Digitalisierung der Verwaltung hilft, Ressourcen zu sparen.


*) Ein UNESCO- Biosphärenreservat erfüllt verschiedene Aufgaben: Es fördert nachhaltige Wirtschaftsformen, Naturschutz, Forschung und Bildung für nachhaltige Entwicklung ebenso wie internationale Kooperation. Ein Biosphärenreservat ist in Zonen unterteilt, in denen unterschiedliche Regeln gelten. Es muss für einen besonderen Naturraum repräsentativ sein – noch wichtiger sind aber die Menschen im Gebiet und ihre möglichst naturschonenden Lebens- und Wirtschaftsformen.




Foto: Anke Seeliger